Chronik des Staufner Haus

1899 Beginn der Wegemarkierung und Ausbau des bestehenden Wegenetzes zum Hochgrat.

1902 Fortsetzung der Markierung und Ausbau des Gratweges bis zum Stuiben.

1903 Beschluss zum weiteren Ausbau der Wege über die Nagelfluhkette.

1904 1. Antrag zum Bau des Staufner Hauses und Bildung eines Hüttenausschusses.

1905 Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer über einen Bauplatz für das Staufner Haus.

1906 Beschluss der Generalversammlung zum Bau des Staufner Hauses. Der Löwenwirt Armin Schädler schenkt der Sektion den Bauplatz und der Baumeister Lau fertigt den Bauplan. Zur Finanzierung des Baus Ausgabe von Anteilsscheinen zu 20 Mark.

1907 Bau des Staufner Hauses.

1908 Fertigstellung des Staufner Hauses und Einweihung am 20.Juli - Baukosten 21.596,44 Mark.

1909 Restarbeiten im und ums Staufner Haus.

1911 Versorgung des Staufner Hauses mit Maultieren. Wasserversorgung durch frostfreie Verlegung der Zuleitung gesichert. 400 Übernachtungen und 1500 Tagesgäste.

1912 Am 30.11. wird ein 19 jähriger aus Immenstadt 150 m vom Staufner Haus von einem Schneebrett verschüttet und am 01.12. tot geborgen.

1914 bis 1919 Das Staufner Haus wird durch die Gebirgstruppen belegt.

1930 2324 Bergwanderer besuchen die Hütte. Erstmals wird der Bau einer Seilbahn erörtert.

1931 Starke Schneefälle gefährden das Staufner Haus, dessen bergseitige Dachhälfte abgeschaufelt werden muss.

1934 Versorgung des Staufner Haus mit Strom wurde angeregt.

1935 Der Pächter der Hütte Peter Bergmann baut auf eigene Kosten die Materialseilbahn zum Staufner Haus.

1936 Umbau des Staufner Hauses und Anbau der Veranda.

1939 Zur Versorgung der Hütte wird eine Wasserturbine mit Generator und eine Freileitung gebaut.

1942 Der Hüttenwirt wurde Soldat und die Hütte geschlossen. Im Frühjahr von Frau Resl Berkmann wieder geöffnet.

1945 Mit dem Ende des Krieges wurde der Deutsche Alpenverein aufgelöst.

1951 Verbesserung der Elektrizitätsversorgung der Hütte durch eine 15-PS Turbine beschlossen.

1958 50 Jahre Staufner Haus und 25 Jahre Frau Resl Berkmann als Hüttenwirtin.

1959 Große Bedenken gegen die geplante Großkabinenbahn von Malas auf den Hochgrat sowie das geplante Luxus-Gipfelhotel.

1961 Im Staufner Haus wurde der Buffetraum erstellt und die Treppe verlegt. Übernachtungszahlen stark rückläufig.

1962 Die Wirtsleute Berkmann hören nach fast 30 jähriger Tätigkeit auf. Das Staufner Haus bleibt ab 1.1.62 auch über den Winter geschlossen.

1963 Das Staufner Haus bereitete große Sorgen. Hochgratprojekt schläft weiterhin.

1964 Das Problem Staufner Haus zieht sich wie ein roter Faden durch das Sektionsleben.

1965 Das Staufner Haus musste im Winter wiederholt geschlossen werden. Die Materialseilbahn bekam ein neues Zugseil, Generalüberholung des Dieselmotors, elektrische Freileitung im oberen Teil lawinensicher verlegt; bedeutende Instandsetzung; Neuverpachtung an die Gebrüder Ernst und Erwin Wagner.

1967 Für die Materialseilbahn wurde ein Dieselmotor mit Luftkühlung angeschafft. Die Arbeiten für das beantragte Telefon wurden bereits von der Post begonnen, mussten aber wieder abgebrochen werden, da das LA Sonthofen eine Freileitung nicht genehmigte.

1968 60jähriges Jubiläum mit Hüttenfeier 5./6. 10.68. Hans Roempler wird wegen Wegzug als Hüttenwart von Rudolf Bubenik abgelöst.

1969 Der Bau der Hochgratbahn steht unmittelbar bevor. Geplant ist ein Selbstbedienungsrestaurant an der Bergstation. Mit dieser Konkurrenz wird eine Vergrößerung der Probleme des Staufner Hauses befürchtet. Hinzu kommt noch, dass die Wangers den bis 1971 abgeschlossenen Pachtvertrages familiären Gründen (schulpflichtige Kinder) lediglich bis einschließlich 1970 aufrechterhalten können.

1970 Im Zusammenhang mit dem Bau der Hochgratbahn wird der Anschluss der Staufner Hauses an das öffentliche Strom- und Fernsprechnetz angestrebt. Hauptsorge der hiesigen Sektion ist weiterhin der Zustand des Staufner Hauses. Die ungeheuren Schneemassen gefährden Gebäude, Wasserkraftanlage und die elektrische Freileitung. Die vordringlichsten Schäden wurden vom erweiterten Vorstand in feiwilligen Einsatzstunden weitgehend beseitigt. Partnerschaftssuchen war für das Sektionshaus nicht erfolgreich. Hüttenwart Bubenic tritt aus Altersgründen zurück.

1971 Neuwahl: Edmund Uhl - 514 Mitglieder

1972 Verhandlung mit der Hochgratbahn über Strom- und Telefonanschluss. Planung des Ausbaus.

1973 Anbau mit Sanitäranlagen. Neufassung der Quelle und Einbau von 2Tanksals Wasserreserve. Strom- und Telefonanschluss. Kläranlage eingebaut.

1974 Die Vorstandschaft war überwiegend mit der weiteren Sanierung befasst. Dringend erforderlich ist eine hangseitige Verbauung gegen Schneeschub, über deren Möglichkeiten mit dem Wasserwirtschaftsamt verhandelt wurde.

1975 Der vergangene Winter hat große Schäden verursacht. Die Schneemassen übten so enormen Duck aus, dass es Verschiebungen am Altbau gab.

1976 Es wurde der Holzschirm am Altbau angebracht und die Nordwand der Veranda erneuert. Innenarbeiten an Waschräumen.

1977 Diverse Umbauarbeiten werden in Angriff genommen.

1978 Das Staufner Haus wird 70 Jahre alt. Umbau der Veranda und Abschluss der Umbaumaßnahmen. Am 18. August kommen 40 Landtagsabgeordnete, unter ihnen die Herren Minister Jaumann und Dr.Maier auf das Staufner Haus.

1979 Die Umbauarbeiten wurden abgeschlossen.

1981 Das Staufner Haus wird vom DAV nach dem neuen Hüttenkonzept in die Kategorie 2 eingeteilt.

1982 Das Staufner Haus wird neu gestrichen.

1983 Erneuerung der Materialseilbahn und Einbau des elektrischen Antriebes.

1986 Erneuerung der Mittelstütze der Materialseilbahn, die nach 50 Jahren ihren Dienst aufgab. Giebel- und Hangseite werden in Eigenarbeit neu geschindelt.

1987 Das LA Oberallgäu untersagt die Nutzung des Dachgeschosses (42 Lager entfallen). Beginn der Planung für ein neues Dachgeschoss.

1988 Planung des Neubaus des Dachstuhles, Baugenehmigung wurde vom LA Oberallgäu erteilt. Die veranschlagten Baukosten belaufen sich auf 260.000 DM, Darlehen und Zuschüsse wurden vom Hauptverein zugesagt. Wassertanks mit Bruchsteinen verkleidet.

1989 Neubau des Dachgeschosses, Materialtransport von ca. 50t mit Hubschrauber, Gesamtkosten 255.000,- DM. Verschindelung wird fertig gestellt.

1990 Kleinere Restarbeiten und Reparaturen wurden zu Ende gebracht. Besuch von AV-Mitgliedern aus Jena nach der Widervereinigung. Pächterwechsel an Brigitte Müller und Wolfgang Ernst.

1994 Probleme mit der Klärgrube. Das Landratsamt fordert eine größere Klärgrube und eine biologische Reinigungssture. Das wird jedoch hinfällig, da mit der Neuverkabelung der Bergstation der Hochgratbahn eine Abwasserleitung verlegt wurde. Die Abwässer der Bergstation und des Staufner Hauses können zur Kläranlage bei der Talstation geleitet werden.

1995 Einbau der Abwasserleitung am Hochgrat.

1996 Anschluss des Staufner Hauses an die Abwasserleitung und damit dauerhafte und umweltgerechte Entsorgung.


Liste der bisherigen Hüttenwirte seit 1908

  Hüttenwart Hüttenwirt
1908 Hermann Schädler Elenore Brutscher
1920 Carl Schädler Elenore Brutscher
1927 Hugo Schädler Elenore Brutscher
1929 Hugo Schädler Josef Mauch
1933 Hugo Schädler Resl u. Peter Berkmann
1945 - 47 Verein während der Nachkriegszeit aufgelöst
1956 Heini Edelmann Resl u. Peter Berkmann
1963 Heini Edelmann Ehepaar Wolf
1965 Heini Edelmann Ernst u. Erwin Wagner
1968 Rudi Bubenik Ernst u. Erwin Wagner
1972 Edmund Uhl Ulrike u. Herbert Krause
1972 - 77 Edmund Uhl Traudel u. Konrad Nenning
1980 Edmund Uhl Ehepaar Sinz
1984 Edmund Uhl Brigitte u. Peter Vetter
1988 Rainer Fink Brigitte u. Peter Vetter
1990 Rainer Fink Brigitte Müller u. Wolfgang Ernst
2000 Rainer Fink Ingrid Bietsch u. Michael Rasch
2005 Rainer Fink Ulrike u. Christoph Erd
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